Sa,
11.08.18:
and Goodbye...
Der Abreisetag begann - im Vorfeld unverständlich - früh: Tagwache um 3.30 Uhr, um ein Flugzeug zu erreichen, das um 7.20 Uhr abflog. Das schien allen übertrieben. Aber wir haben
uns dem Rat des Reisebüros gefügt und den frühestmöglichen Flughafenshuttle gebucht, der um 4 Uhr vor der Jugi abfahren sollte. Es standen dann zwar etwa zwei Dutzend Leute rum,
denen offenbar das Gleiche gesagt worden war. Der Bus kam mit gebührlicher Verspätung und wir erreichten gegen 5.30 Uhr den Flughafen, wo um diese Zeit bereits höchste
Betriebsamkeit herrschte. Für Remeas Kleider konnten wir flott die Mehrwertsteuer abholen. Da wir bereits eingecheckt hatten, versuchten wir es mit der Schlange "Gepäckabgabe",
von wo wir wieder weggescheucht wurden, um die Gepäcketiketten an einer Maschine auszudrucken. Diese hat uns dann gleich noch zwei weitere Male eingecheckt... Die Schlange
"Gepäckabgabe" war offenbar auch die falsche gewesen, und wir reihten uns in der Schlange "Selbstgepäckaufgabe" ein. Dieses Hin und Her haben offenbar alle übrigen Passagiere auch
gemacht, so dass es ein heilloses Chaos war. Als dann auch noch das Gepäckband streikte, haben wir innerlich schon mal unserem Flugi zugewinkt. 20 Minuten vor Abflugszeit haben
wir uns dann auf den 15 minütigen Weg durch den Security Check zum Gate gemacht. In diesem Gstürm mit Laptopauspacken, Schuhe ausziehen und ganzer Rucksack ausräumen (wegen
nüt) blieb dann auch Thomas Tasche mit all seinen Schätzen liegen. Das wurde allerdings erst nach dem Mittelstreckenhürdenlauf ans Gate, den die letzten erst nach dem
Final call erreichten, bemerkt. So darf die Tasche noch eine Nacht länger in Reykjavik bleiben und wird - hoffentlich - morgen nachreisen. Daran hat leider auch der wegen
technischer Schwierigkeiten verlängerte Aufenthalt von 45 Minuten am Gate nichts mehr geändert.
Das hätte nicht unbedingt sein müssen, denn bekanntlich ist der letzte Eindruck oft ein prägender. Dennoch haben wir 2010 km spannende und abwechslungsreiche Kilometer im
Wohnmobil zurückgelegt - im isländischen Sommer, der als derjenige mit dem schlechtesten Wetter seit 100 Jahren in die Geschichte eingehen wird. Da haben wir ja richtig Glück
gehabt... Wir haben viel erlebt: Ganvai fand den schwarzen Strand von Selatangar (Tag 2) und die Puffins am schönsten, Remea hat die Gletscherseen (Tag 4) am meisten beeindruckt,
und Salvea möchte nach wie vor endlich auch eine Ziege im Garten haben - damit Yej nicht so alleine ist. Mir war die Zeit mit der ganzen Familie, in der wir wieder einmal alle
zusammen eine grosse Reise gemacht haben (die letzte war vor drei Jahren der Ostseeküste entlang) am wertvollsten. Thomas wir wohl letztlich am glücklichsten sein, wenn er
seine Tasche wieder hat... Mit 14 Tagen Verspätung fand die Tasche wieder zurück - Fazit: Bitte nichts am Flughafen Keflavik liegenlassen...